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DAS SCF-AUSBILDUNGSKONZEPT
 
       
     
Ausbildungsgrundlagen
 
         
 

 

 

"Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg nicht finden."
Christian Morgenstern

Das Ziel jeder Ausbildung muss es sein, sagen zu können WANN man WAS, WARUM macht. Das Ziel muss prognostiziert werden können, der Weg muss nachvollziehbar sein und vor allem, das Ergebnis, oder Teilergebnis muss ersichtlich werden.

Alles andere ist reine Beschäftigung und die Entwicklung basiert auf bloßem Zufall.
Der SC Fürstenfeldbruck wird ab September 2009 ein ineinandergreifendes und inhaltlich aufeinander aufbauendes Ausbildungskonzept auf den Weg bringen. Wir werden die Zeit bis dahin nutzen, Ihnen, liebe Eltern und Leser, in den nächsten Wochen und Monaten Stück für Stück unsere Arbeit vorzustellen.

 

Grundlagen

Der SCF bildet bis zum 13 Lebensjahr (mit kleinen Einschränkungen) ausschließlich die individuellen Einzelfertigkeiten des Spielers aus. Nicht die Mannschaft bestimmt die Spielstärke der Mannschaft, sondern die Qualität der Einzelspieler.

Erst ab dem 14. Lebensjahr beginnt die schrittweise Eingliederung in eine Mannschaftsformation und damit auch der zweite große Ausbildungsabschnitt, die positionsspezifische Schulung.
Da man wissen muss, welche Anforderungen heutzutage an einen modernen Fußballspieler gestellt werden, benutzen wir das SCF „Spielerentwicklungsmodell“ oder kurz „M.A.T.T.“

Das Modell hilft uns dabei unter anderem:

  • Lehrpläne aufzustellen
  • Spieleranalysen zu verbessern
  • Ordnung und Systematik in die Trainingsarbeit zu bringen
  • Den Eltern gegenüber die Arbeit nachvollziehbar zu machen
  • Gezielter an Stärken und Schwächen zu arbeiten
  • Eltern und Kindern ihre Entwicklung anschaulicher zu machen

 

Neben den rein systematischen Ausbildungsgedanken steht aber vor allem das Individuum Kind im Mittelpunkt unserer Ausbildung.

Eine optimale Talentförderung des Einzelnen kann niemals erreicht werden, wenn man sich nur auf Mannschaftsergebnisse und Tabellenplätze konzentriert. Die SCF Jugendabteilung geht von folgender Grundüberlegung aus:
"Die Qualität des Spielers, damit sind all seine Eigenschaften in technischer, taktischer und konditioneller Natur gemeint, hängt einzig und allein von der investierten Übungszeit, darunter verstehen wir bewusst nicht nur Trainingszeit, ab."


Aus diesem einfachen Satz lässt sich auch das zentrale Verständnis von Jugendausbildung, wie es beim SCF vorherrscht, ableiten: Wir bilden nicht das Kind aus! Das Kind bildet sich immer selber aus!
Die weitreichenden Folgen dieser einfachen Feststellung werden im Abschnitt "Grundlagen der Trainingsarbeit" dargestellt.

Das zentrale Anliegen der SCF-Ausbildung ist es demnach, dem Spieler Wege und Möglichkeiten aufzuziegen, wie er seine Fähigkeiten am besten entwickeln kann, das heißt, wie er seine Übungszeit möglichst effektiv nutzen kann.


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Grundlagen der Trainingsarbeit


Unser Training ist altersgemäß – spielnah – anspruchsvoll.

Die Kinder werden ihrem Entwicklungsstand entsprechend gefördert. Es wird keine unnötige Zeit für spielfremde Übungen aufgebracht (Stichwort: Üben um des Übens willen). Unser Ziel ist es immer besser zu werden, dabei soll der Spieler sich selber als Gradmesser nehmen und nicht zu sehr nach links und rechts schauen. Jeder hat sein eigenes Tempo in seiner Entwicklung.

Oberste Priorität ist dabei eine optimale Lernumgebung für die Kinder zu kreieren, dass heißt jeglichen Druck, vor allem den völlig falsch verstandenen Leistungsdruck, von Ihnen fernzuhalten, Ihnen die Möglichkeit zu geben Fehler zu machen und Ihnen dabei helfen aus diesen zu lernen.

Die Rolle des Trainers (Modells) kann im Lernprozess nur eine unterstützende und helfende sein.
Seine Aufgaben sind es, den jungen Talenten Möglichkeiten aufzuzeigen, ihnen vorzumachen (Demonstration), sie bei der Ausführung zu verbessern (Korrektur) und sie immer wieder zum Weiterüben anzuspornen (Motivation). Spaß und Freude sind dabei das A und O.

Fußball ist keine Wissenschaft, aber Jugendfußball schon. Wir beachten Entwicklungspsychologische Grundsätze, setzen Schwerpunkte gemäß der natürlichen Entwicklung (Sensible Phasen) und beachten Erkenntnisse aus der modernen Trainingslehre.

Wir versuchen so lange wie nur möglich Lernerfolge durch Freude am Spiel zu fördern. Ab dem Zeitpunkt der Pubertät bzw. ab dem Zeitpunkt, an dem weitere Verbesserungen nur durch Anstrengung erreicht werden können, helfen wir dem werdenden Jugendlichen seine Schwächen und Stärken gezielt zu benennen, mit ihm Kurz- und Fernziele zu formulieren und vor allem ihm Erfolge auch sichtbar zu machen.



Der SCF orientiert sich dabei an der Formel der Deliberate Practice von Ericsson:

"Optimales Lernen findet genau dann statt, wenn (1) ein hoch motivierter Schüler (2) mit guter Konzentration (3) eine gute festgelegte Aufgabe ausführt, (4) die ein ansprechendes Schwierigkeitsniveau hat, (5) er dabei eine informative Rückmeldung bekommt und (6) die Möglichkeit bekommt, die Aufgabe zu wiederholen, dabei Fehler zu korrigieren und die entsprechende Fertigkeit zu perfektionieren, bevor man mit der nächsten Aufgabe weitermacht."

 

 

Ausbildungsgrundsätze

Die SCF Jugendabteilung genießt die besondere Stellung, dem talentierten Spieler einerseits, Qualität in der Ausbildung bieten zu können und andererseits, die Zeit, welche die optimale Entwicklung eines Spielers benötigt, nicht dem Erfolgsdruck eines Trainers opfern zu müssen.

Der SC Fürstenfeldbruck hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bewegungstalentiertesten Landkreisspieler so früh wie nur möglich unter seine Fittiche zu nehmen, um ihnen eine altersgerechte und zielgerichtete Ausbildung zu ermöglichen.

Aber unter einem "Heimspieler" verstehen wir grundsätzlich jeden Spieler im Landkreis FFB, als auch jeden Spieler darüberhinaus, der sich über Jahre hinweg im SCF integriert und vor allem mit dem Verein identifiziert.

 

SCF Ausbildungsgrundsätze

  • Wir wollen den kreativen, technisch hochklassigen und selbstbewussten Angriffsspieler ausbilden, der immer die Initiative ergreift.

  • Unsere Art von Fußball ist grundsätzlich offensiv und kreativ.

  • Wir sind nicht auf kurzfristigen Erfolg aus, wir wollen unsere Spieler ihrem Talent entsprechend optimal fördern und fordern.

  • Wir wollen unseren Spielern auch außerhalb des Platzes einen Ort bieten, mit dem sie sich identifizieren wollen und können.

  • Die Förderung des "Heimspielers" hat immer Vorrang.


 
       
     
 
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