Unter
dem Motto FUSSBALL s p i e l e n läuft seit
dem 25. Oktober 2003 das Projekt Vereinspartnerschaft FC Bayern
München. Dabei kooperiert der FC Bayern München mit
Vereinen aus Bayern und Baden-Württemberg. Ziel dieser derzeit
in Deutschland noch einzigartigen Zusammenarbeit zwischen einem Profiklub
und der Fußballbasis ist es, die talentierten
und leistungsbereiten Spieler im Einzugsbereich der Vereine konsequent
zu sichten, länger als bisher in ihrer gewohnten Umgebung auszubilden
und erst dann in die Juniorteams des FC Bayern München zu integrieren,
wenn sowohl von den sportlichen als auch von den mentalen Voraussetzungen
her zu erwarten ist, dass sie dort erfolgreich bestehen können.
Die
Schirmherrschaft für dieses Projekt hat der Vorstandsvorsitzende
der FC Bayern München AG, Karl-Heinz Rummenigge, übernommen.
Die
wichtigste Voraussetzung für den Erfolg des Projektes ist es,
in den Partnervereinen die Rahmenbedingungen für eine qualifizierte
Ausbildung der jungen Spieler zu schaffen.
Projektleiter
Udo Bassemir führt regelmäßige Trainerfortbildungen
vor Ort in den Klubs durch, um die Ideen einer effektiven und gezielten
Juniorenausbildung an der Basis zu vermitteln. Alle Ausbilder der
Partnervereine erhielten einen auf das Projekt ausgerichteten Leitfaden,
der alle praktischen und theoretischen Inhalte umfasst, die in gemeinsamen
Veranstaltungen besprochen und in den Trainingseinheiten durchgeführt
wurden.
Die
gemeinsamen Ziele dieser Ausbildung lassen sich folgendermaßen
zusammenfassen:
-
die in den Talentsichtungen positiv aufgefallenen Spieler sollen
über längere Zeiträume in ihrem gewohnten Umfeld
reifen, ehe es zu einem Wechsel kommt.
- Durch
die Weitergabe seiner Erfahrungen in der Juniorenausbildung will
der FC Bayern die Ausbildung in den Vereinen weiter verbessern.
- Vor
Ort sollen Ideen und Anregungen für ein altersspezifisches
Training gegeben werden.
- Die
Ausbilder sollen sowohl in fachlicher als auch in pädagogischer
Hinsicht in die Lage versetzt werden, die gemeinsamen Ziele zu
erreichen.
- Mit
den Vereinen wird eine Spielidee entwickelt, die unter anderem
auf folgenden Säulen aufbaut:
1. Spiel mit drei Spitzen;
2. schnelles Kurzpassspiel, in dem der Einzelspieler seine individuellen
Fähigkeiten stark mit einbringen muss;
3. aggressives und offensives Abwehrspiel;
4. optimale Ausbildung des Zweikampfspiels in Defensive und Offensive;
5. selbstbewusstes und risikoreiches Offensivspiel in Training
und Wettkampf
Das
Resultat dieser Ausbildungsschwerpunkte soll ein attraktives, schnelles,
leidenschaftliches und emotionales Spiel mit vielen Torszenen in
den Juniorenteams an der Basis sein.
Ebenso
wichtig wie die rein sportliche Ausbildung ist es, die jungen Spieler
zu starken Persönlichkeiten zu erziehen. Dazu ist ein enges,
vertrauensvolles Zusammenwirken mit den Eltern unerlässlich.
Es muss erreicht werden, dass die Eltern zwar die Bereitschaft mitbringen,
ihre Kinder tatkräftig zu unterstützen, sie aber nicht
durch zu großen Druck oder durch unrealistische Karriereerwartungen
in der Entwicklung beeinträchtigen.
Einen
Überblick über den Stand der Juniorenausbildung in den
Partnervereinen geben regelmäßige Spielbesuche, gemeinsame
Turniere, Spiele untereinander und mit den Juniorteams sowie die
Einladung der talentiertesten Spieler aus den Partnerklubs zum Probetraining
an die Säbener Straße.
Die
Aussicht, im Blickpunkt von Bayern München zu stehen
und die Chance zu haben, einmal einem Juniorteam anzugehören,
erleichtert es den Partnerklubs, die leistungswilligen und leistungsfähigen
Spieler aus dem jeweiligen Einzugsbereich für den Verein zu
gewinnen.
Der
heutige Stand des Projektes zeigt, dass es ein großes Reservoir
an sehr guten Fußballspielern in den jeweiligen Jugendabteilungen
gibt. In den letzten Jahren konnten immer wieder junge Spieler mit
hohem Potenzial aus den Partnerklubs in die jeweiligen Juniorteams
des FC Bayern München übernommen werden.
Die
regelmäßigen Besuche in den Vereinen an der Basis und
die häufig damit verbundenen Kontakte mit Trainern und Eltern
haben dazu geführt, dass die ursprünglich mehr auf die
sportliche Entwicklung ausgerichtete Zielsetzung deutlich erweitert
wurde. Noch mehr als früher steht inzwischen
der
ganze Mensch und nicht nur der Fußballspieler
im
Mittelpunkt aller Aktivitäten. Um diesen sehr anspruchsvollen
Zielen gerecht zu werden hat Udo Bassemir dazu Fachleute aus allen
gesellschaftlichen Bereichen Wirtschaft, Kultur, und Medien für
die Mitarbeit gewonnen. Inzwischen konnten bei einem Großteil
der Partnervereine zahlreiche Projekte initiiert werden die sich
nach folgenden Schwerpunktthemen gliedern lassen:
-
Steigerung der Trainerkompetenz im Bezug auf die Förderung
der Persönlichkeitsentwicklung der Spieler
- Schaffung
von Möglichkeiten zur Unterstützung der Spieler in schulischen
bzw. beruflichen Belangen
- Erweitern
des geistigen Horizonts der jungen Menschen durch Angebote im
kulturellen Bereich
Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass gerade auch aus der
Elternschaft eine hohe Bereitschaft erkennbar ist, diese Projekte
tatkräftig zu unterstützen.
Die
Ergebnisse zeigen deutlich, dass nicht nur die wenigen Spieler von
dieser Partnerschaft profitieren, die letztlich an der Säbener
Straße ihren Platz finden, sondern auch die vielen Spieler
in den Partnerklubs, die als
Spieler
mit einer guten sportlichen Ausbildung und als starke Persönlichkeit
die
Chance erhalten, Fußball auf hohem Niveau zu spielen.
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